Gemeinschaftsorientiertes Bauen in der Maitz

Neues Konzeptverfahren für zwei Baugrundstücke in der Maitz


Auf dieser Seite stellen wir Ihnen detaillierte Informationen zum Projekt "Konzeptvergabe in der Maitz" zur Verfügung.
Klicken Sie einfach auf die untenstehenden Menüpunkte, um zum gewünschten Thema zu gelangen und mehr über das Projekt zu erfahren.
Sie möchten mehr als nur Wohnen? Sie möchten gemeinsam mit Gleichgesinnten und Ihren (zukünftigen) Nachbarn ein Haus planen, bauen und gemeinsam bewohnen?
In Holzkirchen haben Sie als Bürgerinnen und Bürger erstmals die Gelegenheit, sich als Baugemeinschaft oder Genossenschaft mit einem Konzept auf zwei gemeindliche Grundstücke in der Maitz zu bewerben.

Die Marktgemeinde möchte bei diesem Projekt gemeinschaftliche Wohnformen fördern. „Die Bewerber haben hier die Möglichkeit, im Rahmen der Zielsetzungen der Gemeinde eigene Ideen und Vorstellungen einzubringen. Die Konzeptvergabe bietet daher großes Potenzial für sehr innovative und gemeinschaftsorientierte Wohnprojekte, die im Sinne der städtebaulichen Entwicklung Holzkirchens zu fördern sind.“, sagt Marktbaumeister Florens Hintler.

„Ich bin gespannt, wie die Holzkirchner diese Art der Grundstücksvergabe annehmen“, sagt Bürgermeister Christoph Schmid. „Mit einem Konzeptvergabeverfahren gehen wir neue Wege. Das birgt natürlich auch ein gewisses Risiko. Sollte sich kein geeignetes Konzept finden, könnte es auch sein, dass wir auf die altbekannten Formen zurückgreifen müssen.“

Daher haben sich die Gemeindeverwaltung und der Holzkirchner Marktgemeinderat professionelle Unterstützung geholt. Die stattbau münchen GmbH, die sich auf partizipative Wohnprojekte spezialisiert haben, begleitet das Projekt.
Im Sommer 2019 wurde im Marktgemeinderat der Beschluss gefasst, die beiden gemeindlichen Grundstücksflächen in der Maitz für Baugemeinschaften und Baugenossenschaften in Erbpacht im Konzeptverfahren mit Festpreis zu vergeben.

In der Sitzung am 14. Juli 2020 wurden die nächsten Weichen gestellt: Das Gremium beschloss die Zielsetzungen und Mindestanforderungen für die Bewerber sowie den Auswahlmodus und den Verfahrensablauf.
Dabei wird der Maßstab für die Bewerber hoch angesetzt. Ein wertiges Bauprojekt zum Wohlfühlen in einem attraktiven Baugebiet soll entstehen, das aber auch mit seinem gemeinschaftlichen Konzept in die Nachbarschaft ausstrahlt und Impulse für ein lebendiges Miteinander schafft.

Auf die folgenden Zielsetzungen müssen die Bewerber Antworten in ihrem Konzept geben:
1.    Sparsamer Flächenverbrauch & leistbares Wohnen
2.    Bewohnerschaft
3.    Ökologisches Bauen
4.    Angebote für die Nachbarschaft
5.    Wohnkonzepte
6.    Konzeptnachhaltigkeit

Bei der Auswahl setzt die Kommune auf qualitative Kriterien und bewertet das Gesamtkonzept des Bewerbers. Ein Vergabegremium wählt anhand der beiden Kriterien Beitrag zum Gemeinwohl und Realisierbarkeit das beste Konzept aus.
Vor dem tatsächlichem Vertragsschluss wird es eine Reservierungsphase geben. Diese beträgt voraussichtlich etwa 12 bis 18 Monate bis zur Baueingabe und Unterzeichnung des Pachtvertrages.

Am 30. September 2020 findet eine Online-Informationsveranstaltung für alle Interessenten statt. Außerdem ist ein Vor-Ort Termin in der Maitz am 7. Oktober 2020 geplant.

Genaueres zu den Terminen und Start der Ausschreibung wird zu gegebenen Zeitpunkt veröffentlicht.

Was bedeutet „Gemeinschaftlich Bauen“ und wie funktioniert es?


In gemeinschaftlichen Wohnprojekten schließen sich Menschen zusammen. Sie verbinden ähnliche Vorstellungen vom Wohnen und Leben, möchten selbstorganisiert und selbstbestimmt wohnen. Wohnprojekte agieren in der Regel familienfreundlich und generationsübergreifend, mit dem Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Aber auch Barrierefreiheit und ökologisches Bauen sind Themen, die bei den Projekten realisiert werden können. In den lebendigen Hausgemeinschaften herrscht eine Sharing-Kultur.

Die gängigsten Rechtsformen eines Wohnprojektes sind Genossenschaften (eG) und Baugemeinschaften im Einzeleigentum (GbR/WEG).

Auf der Homepage der mitbauzentrale münchen erhalten Sie ausführliche Informationen. https://www.mitbauzentrale-muenchen.de/home.html

Was genau bedeutet „Konzeptvergabe“?


Für die Vergabe des Grundstücks ist anstelle des Preisgebots das beste Konzept entscheidend – vergleichbar einem Architekturwettbewerb: beste Architektur für einen bestimmten Ort. Die Qualität des eingereichten Konzepts steht im Vordergrund der Vergabeentscheidung. Die Vergabe erfolgt zum Festpreis zu einem verbindlich ermittelten Verkehrswert bzw. beim Holzkirchner Modell in der Maitz zu einem festen Erbpachtzins. Der Verzicht auf Höchstgebote unterstützt die Dämpfung der Grundstückspreisentwicklung.

Statt einer wirtschaftlichen Rendite wird eine soziale Rendite angestrebt. So soll durch die eingebrachten Konzepte der Bewerberinnen und Bewerber ein Mehrwert für die Gesellschaft und den Ort geschaffen werden.

Wie gründet man ein Wohnprojekt und wie finanziert man es?


Nützliche Informationen zu vielfältigen Aspekten von Wohnprojekten – von der Gründung bis zum Wohnen – finden Sie unter anderem auf folgenden Seiten:

Was ist eine Baugemeinschaft?


Eine Baugemeinschaft im Einzeleigentum und eine Baugenossenschaft sind die häufigsten Rechtsformen für Wohnprojekte.

In Baugemeinschaften (auch Baugruppe oder Bauherrengemeinschaft) finden sich Menschen zusammen, die gemeinsam – ohne Bauträger – selbstgenutztes Wohneigentum errichten möchten. In der Regel schließen sich Bauherren hierfür zu einer GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) zusammen, die später in eine WEG übergeht. Neben der individuellen Planung der eigenen Wohnung oder des Hauses, können beim gemeinschaftlichen Bauen Kosten gespart und Synergien genutzt werden, sowie innovative bauliche und nachbarschaftliche Konzepte umgesetzt werden. 

Für die beiden Grundstücke an der Maitz ist geplant, dass beide Grundstücke zusammen als ein Projekt an eine Baugemeinschaft bzw. -genossenschaft  vergeben werden.

Was ist eine Genossenschaft?


Eine Baugemeinschaft im Einzeleigentum und eine Baugenossenschaft sind die häufigsten Rechtsformen für Wohnprojekte.
In einer Genossenschaft schließen sich Menschen zusammen, die Gemeinschaftseigentum, meist im Geschosswohnungsbau, realisieren wollen. In der Regel sind Gemeinschaftsräume und Gästezimmer integraler Bestandteil des Konzepts. Genossenschaftsmitglieder finanzieren den Bau ihres Hauses gemeinsam. Den Genossenschaftsmitgliedern werden Wohnungen zur lebenslangen Nutzung überlassen.

Die Baugenossenschaft schließt sich zum Zweck des Baus eines gemeinsamen Hauses zusammen. Genossenschaften arbeiten nach dem Demokratieprinzip: Jedes Mitglied hat eine Stimme; die Organisation und Arbeitsweise sind im Genossenschaftsgesetz geregelt.

Wer kann sich für das Holzkirchner Projekt bewerben?


Bewerben können sich hierauf sowohl bestehende Genossenschaften wie auch neugegründete Wohnprojekte. Die neugegründeten Wohnprojekte können entweder Baugemeinschaften oder Genossenschaftsprojekte sein. Als dritte Möglichkeit gibt es die Kooperation einer örtlichen Initiative mit einer bereits bestehenden Genossenschaft.

 Die Marktgemeinde Holzkirchen begrüßt es sehr, wenn sich Holzkirchner Bürgerinnen und Bürger engagieren und sich mit ihren Vorstellungen von Wohnen aktiv einbringen. Das kann als eigene Wohninitiative oder in Kooperation mit bestehenden Genossenschaften geschehen.

Wie finde ich Mitstreiter/ Mitgründer für ein Wohnprojekt?


Als bestehende Gruppe oder Initiative können Sie sich in der Wohnprojektbörse eintragen und nach Mitstreitern suchen. Aber auch für Einzelpersonen ist das Wohnprojektportal geeignet. Sie können sich auf die Suche nach bestehenden Gemeinschaften machen, um sich anzuschließen. Dazu kann die Suche nach PLZ und Ort eingegrenzt werden.
https://www.wohnprojekte-portal.de/projektsuche/

Wo finde ich Details zur Ausschreibung für die Grundstücke in der Maitz?


Sobald die Unterlagen für die Ausschreibung vorliegen, können Sie diese hier abrufen.
Derzeit können Sie die Mindestanforderungen und Zielsetzungen die der Marktgemeinderat beschlossen hat, hier abrufen.

Was kann man auf den Grundstücken bauen und wie bewerbe ich mich?


Für das Gebiet existiert bereits der Bebauungsplan Nr. 138 „Inselkam-Maitz“ vom 28.01.2016. Dieser ist über das Landratsamt Miesbach online abrufbar: https://www.vianovis.net/lkr-miesbach/#ll=47.877497,11.704156&z=14&m=osm&cat=20680

Genauere Angaben zu den Baufeldern des Projekts und zum weiteren zeitlichen Ablauf folgen. Wir informieren Sie zeitnah darüber an dieser Stelle. Auch die Vorgehensweise für eine Bewerbung wird hier in Kürze bekannt gegeben.

Ihr Ansprechpartner im Rathaus Holzkirchen ist:


Herr Florens Hinter, Marktbaumeister
Telefon: 08024 642-312
Fax: 08024 642-912
E-Mail: marktbaumeister@holzkirchen.de
Im Rathaus Holzkirchen steht Ihnen der Marktbaumeister Herr Florens Hintler gern zur Verfügung:
Tel.: 08024 642-312
E-Mail: marktbaumeister@holzkirchen.de

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