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Das Integrationsprogramm läuft auf vollen Touren


Seit Mitte September sind unsere neuen Nachbarn in Holzkirchen und langweilig wird es ihnen nicht, denn das Integrationsprogramm läuft auf vollen Touren. Obwohl man nicht alles planen kann und auf verschiedene Herausforderungen spontan und flexibel reagieren muss, zahlt sich die mehrwöchige Vorbereitung aus.


„Grüß Gott", „Auf Wiedersehen", „Wie geht es Ihnen". Fleißig lernen die Asylbewerber in Holzkirchen deutsch. Drei Mal in der Woche besuchen sie ihre Kurse. Das Lehrerteam um Heike Adams und Marisol Sundermann hat sich gut vorbereitet und alle Hände voll zu tun, um den neuen Mitbürgern die deutsche Sprache schnell beizubringen. „Fortschritte sind schon erkennbar", meint Maria Korell, Integrationsbeauftragte der Marktgemeinde.

Beim Basketball Neben den wichtigen Sprachkursen wird auch wöchentlich Fußball und Basketball gespielt. Wem das noch zu wenig ist, der kann auch noch zweimal wöchentlich beim TuS Kraftsport mitmachen. Für die Frauen gibt es Line Dance – jeden Mittwochabend mit Renate Rieger. Zudem stehen auch spontane Spaziergänge und Jogging auf dem Programm der Arbeitsgruppe Freizeit/Sport/Kultur und Religion.





Fahrräder Im Gespräch

Seit Mitte Oktober sind unsere Asylbewerber jetzt auch mobil. Ein voller Erfolg war der Fahrradbasar. Hier konnten die Asylbewerber jeweils ein gespendetes Fahrrad für einen symbolischen Geldbetrag erwerben. Ullrich Bittl, Inhaber des Radgeschäftes „la cicletteria", hatte sich bereit erklärt, die gespendeten Fahrräder herzurichten und den Basar mit den freiwilligen Helfern der Arbeitsgruppe Freizeit durchzuführen. Stephan Kiel und Jürgen Koppitz haben das Ganze im Vorfeld organisiert, Wolfgang Hüttl bekam von der Raiffeisenbank auch noch Schlösser dazu gespendet. Selten hat man so glückliche Menschen gesehen. „Sie haben sich gefreut wie die kleinen Kinder, als wir ihnen die Fahrräder übergeben haben " so Jürgen Koppitz. Eine Verkehrsschulung durch die Polizei wurde auch schon von Richard Siebler eingeplant.

Mithilfe beim Kartoffelfest Das bisherige Highlight der Integration war aber das Kartoffelfest. Am Tag zuvor mobilisierte Franz Lutje die jungen Männer aus der Asylunterkunft, um beim Aufbau mitzuhelfen. Tatkräftig halfen diese gemeinsam mit den Mitgliedern des Eishockey Clubs und der Damischen das Fest aufzubauen. Sepp Sappl dirigierte, die fleißigen Helfer ebneten den Boden, stellten Tische und Bänke auf, errichteten Zelte und Stände. Als Belohnung wurden die Asylbewerber am nächsten Tag bei der Feier frei verkostet. „So geht Integration auf boarisch." so Sepp Schwabl.


Große Unterstützung erhalten die Asylbewerber durch die "Alltagsgruppe". Von der Begleitung zu Ärzten, Erklären von Formalitäten bis hin zu Kleiderbasaren, Hygiene und die Anweisung zur Mülltrennung. Die Helfer um Elena Taurini und Renate Müller schauen täglich in der Unterkunft vorbei, um herauszufinden, ob es den Leuten dort gut geht oder ob noch Hilfe benötigt wird. Auch der Holzkirchner Tafel e.V. hilft und bringt am Samstag die übriggebliebenen Lebensmittel zur Unterkunft der Asylbewerber.

Überhaupt muss man an dieser Stelle die Hilfsbereitschaft und den freundlichen und unkomplizierten Umgang mit unseren Neubürgern löblich erwähnen. Immer mehr Mitbürger wollen sich einbringen und mithelfen. Zudem können alle Holzkirchner auch stolz darauf sein, das Holzkirchen oft als Vorbild für seine Integration gilt. Darauf lässt sich aufbauen, denn es gibt noch viel zu tun und wir stehen erst am Anfang vieler Monaten und Jahre der Integration.