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Kunst im öffentlichen Raum: Die Jury hat getagt und sich entschieden


  • Bis zum 31.05.2021 konnten Künstlerinnen und Künstler Ideen zur temporären Gestaltung des Marktplatzes und für die dauerhafte Gestaltung einer Wand im Kultur im Oberbräu abgeben.
  • Mittlerweile hat die Jury sich entschieden und aus 15 eingereichten Ideen je eine für die beiden Plätze ausgesucht.
  • Unsere Gewinner sind das Duo Sabine Schreiber und Matthias Erhard für den Marktplatz und Sabine Kühner für die Wand.

Die Gestaltung des öffentlichen Raumes hat für die Stadtplanung eine hohe Bedeutung. Ein wichtiges Ziel ist es, den öffentlichen Raum zu erhalten, zu gestalten und aufzuwerten, obwohl der Nutzungsdruck auf die öffentlichen Freiflächen immer weiterwächst.

Gut gestaltete Straßen und Plätze tragen dazu bei, dass sich die Bürgerinnen und Bürger der Städte und Gemeinden wohlfühlen. Sie haben großen Einfluss auf die Identität der Gemeinde. Sie spiegeln die Eigenart einer Gemeinde wieder und prägen deren Charakter. Dem öffentlichen Raum kommt eine zentrale Bedeutung zu. So ist er nicht nur ein Aufenthaltsort, sondern auch ein Raum der Begegnung und Kommunikation für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besucherinnen und Besucher. Er erfüllt damit eine wichtige integrative Aufgabe im gemeindlichen Leben. Eine gute und sorgfältige Gestaltung der öffentlichen Räume trägt in den bebauten Gebieten wesentlich zur Lebensqualität bei.

Bestandteil von Gestaltungsplanungen sind dabei Begrünung und Beleuchtung sowie die Möblierungselemente des öffentlichen Verkehrs wie Wartehäuschen, Bänke und Mülleimer.

Der Markt Holzkirchen und die Holzkirchener Kultur- und Bürgerhaus GmbH riefen erstmals einen Wettbewerb „Kunst im öffentlichen Raum“ ins Leben, um

  • den Holzkirchner Marktplatz und
  • eine im Außenbereich liegende Wand am Kultur im Oberbräu

mit interessanten Kunstprojekten aufzuwerten.

„Ziel des Wettbewerbes war es, temporäre und dauerhafte Kunstwerke unterschiedlichster Art im öffentlichen Raum zu installieren. Damit sollen neue attraktive Blickpunkte entstehen, die die stilistische Vielfalt des traditionsreichen Marktes Holzkirchen auch an öffentlichen Plätzen widerspiegeln“, erläutert Eva-Maria Schmitz von der Standortförderung des Markt Holzkirchen und Initiatorin des Projekts.

Dem Wettbewerbsaufruf sind insgesamt 15 Künstlerinnen und Künstler bzw. Künstlergemeinschaften gefolgt. Hierbei wurden sieben Ideen für die Gestaltung des Marktplatzes und acht für die dauerhafte Gestaltung der Wand im Oberbräu eingereicht. Die Jury bestehend aus 1. Bürgermeister Christoph Schmid, Marktbaumeister Florens Hintler, der Geschäftsleiterin der Holzkirchener Kultur- und Bürgerhaus GmbH Ingrid Huber, Stadtplanerin Martina Schneider und einer unabhängigen Kunstexpertin namens Jeannette Cerveny hatten am Ende die Qual der Wahl. Bürgermeister Christoph Schmid: „Ich sehe mich zwar nicht als Kunstexperte, aber ich weiß was mir gefällt und was nicht. Ich bin begeistert über die Vielfalt der Ideen und ich kann nur sagen, dass der Jury am Ende die Entscheidung nicht leichtgefallen ist.“

Die Jury hat sich für die folgenden Kunstwerke entschieden:

  • Marktplatz: Sabine Schreiber und Matthias Erhard mit dem Projekt „Passepartout“
  • Wand am Kultur im Oberbräu: Sabine Kühne mit dem Projekt „57 und ich“

Das Projekt „Passepartout“ ist ein interaktives Kunstwerk, das aus folgenden Elementen besteht:

  • Versteckte QR-Codes
  • Wetterfeste Broschüren
  • Bilderrahmen

Die QR-Codes können mit Smartphones o.Ä. ausgelesen werden und präsentieren den Bürgerinnen und Bürgern kurze, akustische Anekdoten aus der Holzkirchner Geschichte und Fotos mit Modellbaufiguren nachgestellten Szenen dieser Anekdoten. Jede Anekdote wird durch eine Frage, einen (künstlerischen) Impuls oder eine Aufforderung an den Zuhörer und die Zuhörerin abgeschlossen. Dadurch werden die Zuhörenden eingeladen, ihre Gedanken schriftlich, oder anderweitig umgesetzt, einzureichen. Mit diesen Texten und Bildern wird nach und nach das Bilderrahmenobjekt rund um den Maibaum befüllt. Weitere Installationen werden Sie auf dem Marktplatz finden.

Das Projekt „57 und ich“ stellt 57 Portraits dar, die die stilistische Vielfalt widerspiegeln. Jedes einzelne Bild lädt zum Verweilen und Betrachten ein. In ihrer Gesamtheit spiegeln sie den Begriff Gemeinde wider. Zusätzlich sind drei Spiegelflächen integriert, die der Betrachterin oder dem Betrachter die Gelegenheit gibt sich selbst einzureihen und ein Teil des Kunstwerkes zu werden.

Projekt "57 und ich" von Sabine Kuehne

Die Realisierung der beiden Kunstwerke beginnt Mitte Juli und soll zu Anfang August abgeschlossen sein. Das Kunstwerk am Marktplatz wird dann Mitte/Ende September wieder abgebaut.

„Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmenden und hoffen, dass diese Art von Wettbewerb im nächsten Jahr eine Wiederholung findet“, sagt Leiterin der Standortförderung Eva-Maria Schmitz. 

Markt Holzkirchen - Rathaus

Marktplatz 2
83607 Holzkirchen
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08024 642-0