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Das Projekt Radlweg Otterfing – Holzkirchen schreitet weiter voran


  • Der Radweg entlang der Bahnstrecke zwischen Otterfing und Holzkirchen kommt nun in die nächste Projektphase.
  • Das Gemeinschaftswerk der beiden Gemeinden soll möglichst noch dieses Jahr gebaut werden.
  • Die noch notwendigen Vertragsunterlagen mit der Deutschen Bahn konnte unterzeichnet werden.
  • Jetzt heißt es, die Ausschreibung zu veröffentlichen, damit der Bau beginnen kann.

Die 1,5 Kilometer lange Direktverbindung zwischen den beiden Gemeinden Otterfing und Holzkirchen geht in die nächste Runde. Der Ausbau des Weges soll ab Holzham westlich der Bahnbrücke nach Süden in Richtung Holzkirchen an der Bahnstrecke entlang verlaufen. Der ausstehende Gestattungsvertrag mit der Bahn konnte geschlossen werden. Dieser regelt zum Beispiel, dass unter der künftigen Asphaltierung liegende Betriebskabel jederzeit zugänglich sind. Um dies zu gewährleisten werden Leerrohre und Schächte eingebaut, die ein aufreißen der gesamten Asphaltdecke verhindern. Zudem wird die Maßnahme vom Freistaat Bayern im Rahmen des Bayerischen Finanzausgleichsgesetz (BayFAG) nur gefördert, wenn eine durchgängige Asphaltierung vorhanden ist, um ein ganzjährig gutes Fahrerlebnis zu bieten.

Die Kosten belaufen sich auf knapp 1,2 Millionen Euro für beide Gemeinden zusammen –  davon können bis zu 50 Prozent durch Fördergelder abgedeckt werden. Der Markt Holzkirchen übernimmt bei den Baumaßnahmen die Federführung. Im Rahmen der Planung war unter anderem auch eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung durchzuführen. Als Ausgleich der Eingriffe wird ein strukturreicher Lebensraum für wärmeliebende Arten, insbesondere die Kreuzotter, entwickelt. Die Gemeinde Otterfing stellt die hierfür benötigte Fläche für die beiden Gemeinden bereit. Diese Ausgleichsfläche befindet sich bei Holzham und wird voraussichtlich gegen Oktober 2021 ökologisch aufgewertet. Dafür wird gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Miesbach unter anderem eine neue Bepflanzung angelegt, Steinhügel sowie Baumstämme oder anderes Gehölz integriert, damit sich möglichst viele Tiere dort heimisch fühlen und ansiedeln.

Zum jetzigen Zeitpunkt hat man sich bewusst gegen eine Beleuchtung des gesamten Radweges auf Grund des Naturschutzes entschieden. Zudem müssen erste Erfahrungen zur Nutzung und Nutzungszeiten auf der Direktverbindung gesammelt werden.

Das Publikum für den Radlweg sieht Bürgermeister Christoph Schmid hauptsächlich bei den täglichen Pendlerinnen und Pendlern: „Mit dem Radlweg wollen wir eine gute Alternative zum Individualverkehr bieten. Hier sehe ich den Vorteil für Schülerinnen und Schüler sowie Berufstätige, die nahezu täglich zwischen Holzkirchen und Otterfing pendeln. Das Warten auf die öffentlichen Verkehrsmittel sowie der anschließende Weg vom Bahnhof beispielsweise zur FOS oder dem Gymnasium in Holzkirchen entfallen damit komplett. Mit dem neuen Weg können alle bequem und sicher direkt an ihrem Ziel ankommen.“

Um die Strecke auch für spontane Fahrten attraktiv zu machen, sind Leihfahrräder angedacht, die bei Bedarf jedem innerhalb der zwei Gemeinden zur Verfügung stehen.

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