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Ausgleichsflächen: Vorbildliches System in Holzkirchen führt zu Verbesserungen für die Natur


Die Marktgemeinde Holzkirchen überprüft jährlich den ökologischen Zustand der gemeindlichen Ausgleichsflächen. Ziel ist es zu gewährleisten, dass die in Holzkirchen festgesetzten Ausgleichsmaßnahmen dauerhaft und in der entsprechenden Qualität umgesetzt werden.
 
Die diesjährige Begehung der Flächen fand am 8. Juni mit Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung (Holger Schmotz, Michael Alt), dem zuständigen Revierleiter vom AELF Holzkirchen, Robert Wiechmann sowie Arno Jäger als Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Miesbach statt. Die Teilnahme von Fred Langer als Vertreter des Bund Naturschutz Holzkirchen sorgte für die gebotene Transparenz nach außen. Und auch die jeweiligen Flächenbewirtschafter waren vor Ort, um die Kommunikation zu vereinfachen.
 
Der Markt Holzkirchen führt das Monitoring – welches längst kein Standard ist – bereits seit mehreren Jahren erfolgreich durch. Grundlage der Begehung ist die von der Marktgemeinde geführte Dokumentation der Ausgleichsflächen. Vor Ort werden Zustand und Entwicklung der Ausgleichsfläche geprüft und notwendige Maßnahmen wie eine Nachpflanzung von ausgefallenen Gehölzen oder eine Anpassung des Schnittzeitpunktes von Wiesen besprochen. Außerdem werden Ziele  bis zum nächsten Treffen vereinbart.
 
Arno Jäger von der Unteren Naturschutzbehörde bestätigt: „Der Markt Holzkirchen hat hier ein wirklich vorbildliches System entwickelt, das auf der Fläche zu merklichen Verbesserungen für die Natur führt.“
 
Hintergrund:
Bauliche Entwicklungen sind in der Regel mit Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft verbunden. Eine nachhaltige Entwicklung setzt voraus, dass an einer Stelle vorgenommene Eingriffe an anderer Stelle ausgeglichen werden. Dies geschieht über die Festsetzung von naturschutzfachlichen Aufwertungsmaßnahmen auf sogenannten Ausgleichsflächen. So kann intensiv genutztes Grünland durch Verzicht auf Düngung und angepasste Schnittzeitpunkte zum Lebensraum für blühende Pflanzen und Insekten entwickelt werden. Auch die Pflanzung und Pflege einer Streuobstwiese, der Umbau eines Fichtenbestandes in einen Laubmischwald oder eine Ersatzaufforstung sind mögliche Aufwertungsmaßnahmen.
Doch mit der bloßen Festlegung solcher Ziele ist die Arbeit nicht getan. Bis der gewünschte Zustand erreicht wird, sind meist viele Jahre der Pflege notwendig. Ob die Pflege in der gewünschten Qualität erfolgt und zum Ziel führt, muss dabei regelmäßig überprüft werden.
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