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Testphase für Sperrung des Marktplatzes beendet: Erste Erkenntnisse gewonnen


Die Marktgemeinde Holzkirchen startete am 9. Oktober das zweimonatige Pilotprojekt „autofreier Marktplatz“: Die Straße vor dem Rathaus wurde während des Grünen Marktes gesperrt, um weitere Stände aufbauen zu können und den Marktbesuchern das Queren der Straße zu erleichtern. Nach Abschluss der Testphase setzten sich die Verantwortlichen nun mit allen Beteiligten zusammen und werteten die Ergebnisse aus.
 
Anlass der Testphase „autofreier Marktplatz“ waren die Erkenntnisse aus dem Bürgergutachten zum Integrierten Mobilitäts- und Ortsentwicklungskonzeptes für den Markt Holzkirchen. Zentrale Punkte darin waren die Verkehrsberuhigung im Ortskern bei einer gleichzeitigen Belebung öffentlicher Räume.
Als wünschenswert wurden eine verbesserte Verkehrssicherheit für Fußgänger auf dem Marktplatz und vor dem Rathaus sowie eine höhere Aufenthaltsqualität und gestalterische Aufwertung des Bereiches gesehen. Während der Testphase wollte man wichtige Erkenntnisse für die Umsetzung dieser Ziele gewinnen.
 
Erste Erkenntnisse lassen sich bereits kurz nach Ablauf der Testphase ziehen: Die zusätzlichen Marktstände waren aufgrund der Jahreszeit nicht ausreichend, um die gewonnene Fläche sinnvoll zu bespielen. So entstanden größere Lücken, die sich ungünstig auf das Markterlebnis auswirkten. Die Straßensperrung mittels je einer Barke am Anfang und Ende des Marktes war nicht ausreichend, um Fahrzeuge am Befahren der Straße zu hindern. Die angestrebte höhere Sicherheit der Fußgänger wurde somit nicht erreicht. Zudem waren einige Fieranten und angrenzende Einzelhändler mit der Umsetzung der Testphase unzufrieden.
 
Für die weitere Planung können aus den Erkenntnissen der Testphase die folgenden Schritte abgeleitet werden: Das Angebot an Marktständen sollte weiter ausgebaut werden, um die gesamte Fläche kompakter zu gestalten und sinnvoll zu bespielen. Dafür sollte ein räumliches Konzept erarbeitet werden, um die Marktstände optimal anzuordnen. Zusätzlich muss überprüft werden, wie eine sichere Straßensperrung umgesetzt werden kann, beispielsweise durch zusätzliche Absperrungen oder die Änderung der Oberflächengestaltung. Gleichzeitig ist es notwendig, die Platzgestaltung des gesamten Bereiches zu betrachten, um das Markterlebnis für die Besucher zu steigern und die geänderte Verkehrsführung zu verdeutlichen. Dies alles sollte in enger Abstimmung mit den Fieranten und angrenzenden Einzelhändlern umgesetzt werden.
 
Aus Sicht der Verwaltung ist ein autofreier Marktplatz längerfristig weiterhin angestrebt. Deshalb wird man das Thema nächstes Jahr – auch gemeinsam mit dem neuen Marktgemeinderat – weiterverfolgen und vorantreiben.
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Markt Holzkirchen - Rathaus

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