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Mobilität und Ortsentwicklung: Die Holzkirchner Bürger sind gefragt!


Das Bürgerbeteiligungsverfahren im integrierten Mobilitätskonzept hat begonnen, nach einem Zufallsverfahren werden nun 50 Bürgerinnen und Bürger ausgewählt.

Vor fast zwei Jahren startete das integrierte Mobilitätskonzept. In der Zwischenzeit ist viel passiert: der AK Verkehr wurde gegründet und Expertenbüros aus den Bereichen Verkehr, Ortsentwicklung und Bürgerbeteiligung beauftragt. Nach der Ideenwerkstatt im Frühjahr des letzten Jahres und den Verkehrszählungen im Sommer 2015, haben die Fachexperten nun zahlreiche Fragen, die sie mit den Bürgern am 22. und 23. April diskutieren möchten.

Die Beteiligung der Bürger

Am 3. März 2016 fiel der offizielle Startschuss für das sogenannte Bürgergutachten. In den nächsten Tagen werden 50 Holzkirchnerinnen und Holzkirchner von der Gesellschaft für Bürgergutachten, München angeschrieben und dazu eingeladen, sich stellvertretend für ganz Holzkirchen an dem Verfahren zu beteiligen. Alles natürlich unter Begleitung des gemeindlichen Datenschutzbeauftragten „Die Daten werden nur zum Zweck der Einladung verwendet. Die übermittelten Datensätze werden danach gelöscht." so Christoph Marcher aus dem Rathaus.

Theorie und Praxis eng verzahnt

Die Bürger werden gebeten ihre Vorstellung, Wünsche und Anregungen zu den Themen Verkehr und Ortsentwicklung einzubringen und an der weiteren Entwicklung des Ortes mitzuwirken. „Eine derartig enge Verzahnung von Bürgerbeteiligung und fachlicher Analyse habe ich in der Weise noch nicht erlebt", fasst Dr. Hilmar Sturm von der Gesellschaft für Bürgergutachten zusammen. Auch Bürgermeister Olaf von Löwis freut sich auf eine rege Beteiligung der Bürger, die Holzkirchner Bürger seien sehr aktiv und wollen mitbestimmen. Das Verfahren eigne sich ideal, um sich einzubringen.

Das Verfahren bringt Fremde zusammen

Der Clou an dem Zufallsverfahren ist, dass auch die schweigende Mehrheit in den Entscheidungsprozess eingebunden wird. Eingeladen werden Holzkirchner Bürger in einem Alter zwischen 14 und 94 Jahren. Damit wird eine Generationenbrücke gespannt, Personen unterschiedlichster Berufsgruppen und mit verschiedenen Lebenserfahrungen kommen zusammen, um gemeinsam über die Entwicklung im Ort zu sprechen.

Die Teilnehmer werden sich, unter fachlicher Begleitung von Experten und Referenten, intensiv mit Themen wie Fuß- und Radverkehr, ÖPNV, Kfz-Verkehr aber auch öffentliche Plätze und Aufenthaltsräume im Ort befassen. Nach einer rechtlichen und finanziellen Prüfung sollen daraus umsetzbare Maßnahmen abgeleitet werden.

Das Ergebnis der Arbeit – ein öffentliches Kompaktgutachten mit fachlich geprüften Umsetzungsvorschlägen – wird im Sommer an den Marktgemeinderat überreicht.

Vielleicht gehören auch Sie zu den 50 ausgewählten Bürgern? Wir freuen uns schon heute auf eine rege Diskussion und wertvolle Hinweise Ihrerseits.
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