Suche
Heute ist der
Home
Aktuelle Termine
Infothek
Unternehmen
Philosophie
Geschäftsführung
Referenzen
Tätigkeitsfelder
Assessment Center
Coaching
Gesundheits-
       Management

Orga'entwicklung
Personalauswahl
Personalentwicklung
Printmedien
Selbstorganisation
Web-Design
Workshops
Publikationen
Gesamtübersicht
Balance-Würfel
Bücher
EduLetter
Lernprogramm
Service
Bestellformulare
Downloads
EduLetter
Geschenkeführer
Termine
Links
Kunden-Bereich
Impressum
Druckversion Druckversion
© A-BiS GmbH
News zur Newsübersicht
04.04.2006
Medienkompetenz gefragt
Heute Morgen erhielt ich eine E-Mail von einem Menschen, den ich grundsätzlich für sehr kompetent halte. Die Nachricht ging nicht nur an mich, sondern an eine Reihe von seinen und meinen Geschäftspartnern. Auf den ersten Blick hörte sich der Inhalt der Mail sehr interessant und lohnenswert an:

„Bill Gates verteilt gerade sein Vermögen“ und ich kann einen Teil davon abbekommen, war da zu lesen. „Eine Anwältin, die das Gesetz kennt“, hätte die Nachricht zunächst für einen Scherz gehalten, kritisch überprüft und schließlich für gut befunden. Sofern man die Mail an möglichst viele Leute verteilt, kann man schnelles Geld verdienen. „Für jede Person, die diese Nachricht versendet, zahlt Microsoft 245 Euro. Für jede Person, der ihr diese Nachricht geschickt habt und die sie weiterleitet, bezahlt Microsoft 243 Euro. Für die dritte Person, die sie erhält, bezahlt Microsoft 241 Euro.“ Für Unterstützung in dieser Werbekampagne hätte Microsoft bereits die ersten Schecks in vier- und fünfstelliger Höhe ausgestellt.  usw., usw.

Wie dumm muss man sein, um auf derartigen Nonsens hereinzufallen, werden Sie sich jetzt vielleicht fragen. Wie schon gesagt, ich habe die E-Mail wahrlich von keinem dummen Menschen bekommen. Ein Blick in die Historie der E-Mail verrät: in die Absenderliste reihen sich EDV-Consultants mit Doktortitel genauso wie Bankangestellte und Manager. Bei der Aussicht auf schnelles Geld, setzt offensichtlich der kritische Verstand bei vielen aus.

Wie aber geht man vor, um verlockende Angebote auf ihre Substanz hin zu überprüfen? Nachfolgend habe ich für Sie einige Tipps zusammengestellt:

1) Gesundes Misstrauen
Die wichtigste Hürde ist, dass Sie Ihrem gesunden Menschenverstand vertrauen. Schlagen Sie Misstrauen, das bei Ihnen aufkeimt, nicht zu schnell in den Wind und überprüfen Sie nüchtern die nachfolgenden Punkte.

2) Wie hoch sind Aufwand und Nutzen für mich und andere?
Im vorliegenden Fall ist das Verhältnis von Aufwand und Ertrag für mich verdächtig hoch.
Das Angebot ist also für mich attraktiv. Welchen Nutzen aber hat bzw. hätte Microsoft davon, wenn ich das Angebot annehme? Würde Microsoft tatsächlich für jede zugestellte Mail einen Geldbetrag zahlen, wäre dies mit einem Blankoscheck gleichzusetzen.

3) Ist die Argumentation glaubwürdig und nachvollziehbar?
Häufig werden in solchen Scherzmails mögliche Bedenken aufgegriffen, um sie mit Scheinargumenten auszuräumen: angeblich kompetente Leute werden zitiert (z.B. ein Freund, der Anwalt ist oder eine Freundin, die Ärztin ist usw.) oder von angeblichen Bedenken und positiven Überraschungen wird berichtet.

4) Logischer Aufbau, Sprache und Sprachstil
Die deutsche Sprache ist ja bekanntlich eine schwere Sprache. Dies hat auch Vorteile. Denn glücklicherweise entlarven sich Verfasser von Scherzmails und anderen fragwürdigen Inhalten nicht selten dadurch, dass die Struktur der Ausführungen relativ wirr ist oder dass die Sprache etwas holprig klingt. Bei seriösen Angeboten von namhaften Firmen können Sie dagegen eine professionelle Außendarstellung voraussetzen.

5) Recherche
Bei Aktionen, die am Ende Massen erreichen sollen, können Sie davon ausgehen, dass Sie im Internet reichlich Informationen finden. Geben Sie z.B. im vorliegenden Fall unter Google die Suchbegriffe „Kettenbrief Microsoft“ ein, können Sie auf unzähligen Internetseiten nachlesen, dass dieser „aktuelle“ Hoax, wie diese Scherzmails auch genannt werden, bereits seit 1999 kursiert.

Bleiben nach sorgfältiger Prüfung noch Zweifel, sollten Sie Mails mit fragwürdigen Inhalten nicht weiterleiten. Denn, auf einen sechs Jahre alten Hoax hereinzufallen, spricht nicht gerade für Ihre (Medien-) Kompetenz.

Dieser Beitrag stammt aus unserem EduLetter. Dieser liefert Ihnen regelmäßig Tipps und Hinweise zur Selbstorganisation.

Stimmen zum EduLetter | kostenlose Anmeldung

Infothek
10.08.2009
Coaching- und Webshopräume
22.09.2008
EduLetter Englisch
31.05.2008
Lernfest
10.06.2007
Plattform zeit-gewinn
01.08.2006
Info-Plattform LQ-Scout
08.05.2006
Fixkosten reduzieren
04.04.2006
Medienkompetenz gefragt
02.04.2006
10 Säulen der Effektivität
13.02.2006
Persönliches Gesundheitsmanagement
27.04.2005
Das Schicksal der TippAns